Reguläre Hero 13 Actionkamera oder 360° Grad Max 2 - Was macht für mich Sinn?
Die GoPro Hero 13 Black und die GoPro Max 2 verfolgen zwei völlig unterschiedliche Konzepte.
Während die Hero 13 die klassische, extrem robuste Action-Kamera für traditionelle Aufnahmen ist, handelt es sich bei der Max 2 um eine hochentwickelte 360-Grad-Kamera.
Hier ist der direkte Vergleich der beiden Modelle in 5 knappen Punkten:
1. Das Grundkonzept
Hero 13 Black:
Eine traditionelle "Point-and-Shoot"-Action-Kamera. Du richtest sie auf das Motiv, das du filmen möchtest.
Sie hat ein Display auf der Vorder- und Rückseite und konzentriert sich auf maximale Bildqualität in eine Richtung.
Max 2: Eine sphärische Kamera mit zwei gegenüberliegenden Linsen. Sie filmt permanent alles um sich herum (360 Grad). Das bedeutet, du musst beim Filmen nicht darauf achten, wohin die Kamera zeigt.
Später in der App wählst du am Smartphone oder PC den perfekten Bildausschnitt aus (sogenanntes Reframing). Zudem kann sie den Selfiestick komplett "unsichtbar" zaubern.
2. Auflösung und Bildqualität
Hero 13 Black:
Filmt in traditionellem 5.3K mit bis zu 60 fps oder 4K mit 120 fps. Sie nutzt einen 1/1.9-Zoll-Sensor und bietet dank neuer HLG-HDR-Profile und 10-Bit-Farben eine hervorragende, kinoreife Bildqualität sowie extrem starke Zeitlupen (bis zu 13-fache Zeitlupe bei 720p).
Max 2: Bietet echtes 8K bei 30 fps im 360-Grad-Modus. Das klingt nach extrem viel, allerdings verteilt sich diese Auflösung auf die gesamte Kugel um dich herum. Wenn du daraus ein normales, flaches Video herausschneidest, bleibt eine knackige Qualität (vergleichbar mit gutem 4K) übrig. Sie kann zudem im "Single-Lens-Modus" wie eine normale GoPro genutzt werden und schafft dann 4K mit 60 fps.
3. Objektive und Flexibilität
Hero 13 Black:
Hat ein fest verbautes Objektiv, unterstützt aber die neuen HB-Series-Wechselobjektive.
Die Kamera erkennt automatisch, ob du ein Ultra-Weitwinkel-, ein Makro-, ein anamorphotisches Kinobjektiv oder ND-Filter aufgesteckt hast, und passt die Software an.
Max 2:
Besitzt zwei fest installierte Fisheye-Linsen. Ein riesiger Pluspunkt der Max 2 im Vergleich zum Vorgänger: Die Linsengläser sind im Falle eines Sturzes werkzeuglos austauschbar (Twist-and-Go).
4. Stabilisierung und Audio
Hero 13 Black: Nutzt HyperSmooth 6.0 mit integrierter 360°-Horizontsperre. Die Stabilisierung ist weltklasse, funktioniert aber digital über den Sensor-Crop.
Max 2:
Nutzt Max HyperSmooth. Da die Kamera ohnehin alles um sich herum aufnimmt, ist die Stabilisierung hier physikalisch unschlagbar – das Bild bleibt selbst dann absolut ruhig und der Horizont gerade, wenn sich die Kamera wie ein Kreisel dreht. Zudem bietet sie mit 6 integrierten Mikrofonen echten Raumklang (Spatial Audio).
5. Robustheit und Gehäuse
Hero 13 Black:
Extrem robust und ohne zusätzliches Gehäuse bis 10 Meter wasserdicht.
Max 2:
Aufgrund der herausstehenden Linsen etwas empfindlicher (weshalb die austauschbaren Linsengläser so wichtig sind) und bis 5 Meter wasserdicht.
Fazit
Wähle die Hero 13 Black oder ältere Hero Modelle, wenn du die beste Bildschärfe im klassischen Format suchst, vorallem im Wasser (beim Tauchen/Surfen) unterwegs bist, kinoreife Looks mit Filtern ausprobieren willst oder extreme Zeitlupen benötigst.
Wähle die Max 2, wenn du Actionfilme im "Third-Person-Look" (wie in einem Videospiel) von dir selbst machen willst, beim Filmen absolut keine Lust hast, die Kamera auszurichten, oder super immersive Aufnahmen für VR oder kreative "Tiny-Planet"-Effekte erstellen möchtest.